Männerdenken, Männersprache… Männerwelt?

Gestern hab ich über Facebook meinen Ärger über eine kurze „wos“-Glosse im Print-Standard vom Wochenende in einer kurzen Anmerkung kundgetan. Dann kam eine Nachfrage einer Facebook-Freundin. Na dann nutze ich die Gelegenheit und führe meine Gedanken näher aus.

Der Inhalt von „The Comeback of the Year“ ist weder besonders geistreich noch witzig… eher fad und entbehrlich für die erste Seite des Standards. Aber dennoch haben mich die Zeilen bewegt – negativ!

Denn wiedermal hat sich das Schlagwort des Mannes als Normmenschen bewahrheitet. Denn der Text, der scheinbar für Leserinnen und Leser geschrieben ist, wendet sich ganz eindeutig an die Männer – und ist aus Männersicht geschrieben. „Eine alte Witzzeichnung erklärt, wie man (=MANN) eine unbekannte Schönheit „richtig“ bzw. „falsch“ anquatscht…“ Im weiteren Text entfaltet sich die Männerperspektive noch mehr (siehe Bild).

Meine Ablehnung für das generische Maskulinum wird immer stärker, die Beteuerungen („…aber die Frauen sind da ja mitgemeint„) immer unglaubwürdiger, daher rufe ich zum eindeutigen Texten auf!

Männer, wenn ihr was für Euresgleichen schreiben wollt, dann sagt’s doch klar und deutlich und versteckt euch nicht hinter dem generischen Maskulinum!
Männer, ihr könnt das. Da bin ich mir ganz sicher!

Generisches Maskulinum = männliche Sprachform, die (so wird beteuert) für Männer und Frauen gleichermaßen gilt

Mehr dazu auf Wikipedia:… Diese Formulierungsmöglichkeit wird traditionell dann gewählt, „wenn das natürliche Geschlecht unwichtig ist oder männliche und weibliche Personen gleichermaßen gemeint sind. Das Maskulinum ist hier neutralisierend bzw. verallgemeinernd (‚generisch‘).“Da das Maskulinum neben seiner generischen Funktion auch spezifisch (also ausschließlich für Männer) verwendet werden kann, hängt es ohne explizite Hinweise von der jeweiligen gesellschaftlichen Situation und vom Einzelnen ab, ob das andere Geschlecht eingeschlossen wird.

Kommentare

ehemaliger wähler
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haben sie wirklich keine anderen sorgen? Wie siehts aus mit dem Wahlergebnis, schon analysiert?
Gleichberechtigung ist wichtig, aber mann kann sie auch ins lächerliche ziehen mit ihren kommentaren. wann kommt wieder konstruktive realpolitik??? wann gibt es vorschläge bzw problemlösungsansätze zur jetzigen ggesamtsituation? Machen sie sich doch bitte nicht auch noch so lächerlich wie ihre wiener kolleginnen welche eine rathausfrau benötigen.
Feminismus ist wichtig, jedoch nicht in jeder situation angebracht. mit den vorschlägen der wiener grünen haben sie sich nur lächerlich gemacht an der situation der leute weit vorbei gedacht. Machen sie nicht auch den selben fehler

admin
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Lieber „ehemaliger Wähler“,
doch ich habe was die Situation der Frauen betrifft noch viele andere Sorgen. So zB die Einkommenssituation der Frauen – siehe morgigen Equal Pay Day: http://www.equalpayday.at/

Und warum sollte Gleichberechtigung ins Lächerliche gezogen werden durch das Aufzeigen der unterschiedlichen Handlungsbedarfe?

Udo
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Von „wos“ hätte ich mir echt mehr erwartet (vor allem seit ich weiß, wer er ist).

Gonzo
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Es sollt mal echt was gegen Männerdiskriminerung getan werden: Angefangen bei Frauenquote, Wehrpflicht bis hin zur Pensionsbenachteiligung – gibt es einen klaren Sexismus gegen Männer.

Eine Schande für das Lande!

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