Betriebstageseltern: JA zu dieser zusätzlichen Betreuungsform

In den zahlreichen Gesprächen zur Kinderbetreuung, die ich in meinem ersten Jahr als zuständige Landesrätin geführt habe, wurde von verschiedenen Seiten (IV, WK, Tageseltern-Einrichtungen) eine weitere Betreuungsform zur Sprache gebracht: Betriebstageseltern. Ich begrüße diese zustätzliche Betreuungsform. Wenn ausgebildete MitarbeiterInnen und passende Räume vorhanden sind, steht einer Betreuung der Kinder in den Betrieben nichts entgegen. 

Den Unternehmen würden somit drei Möglichkeiten offenstehen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen:

  • eigene Betriebskinderbetreuung
  • Belegskinderbetreuung: ein Unternehmen sichert sich ein gewisses Kontingent an Plätzen in einer bestehenden Einrichtung und zahlt zu den Kosten dazu
  • Betriebstageseltern

Diese dritte betriebliche Betreuungsform wollte ich in die aktuelle Novelle des Salzburger Kinderbetreuungsesetzes aufnehmen. Das ging dem Salzburger Gemeindeverband dann doch zu schnell, aus seiner Sicht seien noch einige Details zu klären.

Dennoch, ich bin davon überzeugt, dass familienfreundliche klein- und mittelständischen Unternehmen gerne bereit dazu sind, Betriebstageseltern einzusetzen. Daher arbeite ich auch weiterhin daran, dass die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen dafür schnell geschaffen werden.

Tageseltern bieten Kinderbetreuung in kleinen Gruppen (max. 4 Kinder unter 6 Jahren; bis max. 6 bei älteren) oder auch ergänzend in Tagesrandzeiten. In Salzburg werden Tageseltern über das TEZ – Tageselternzentrum, Koko oder das Salzburger Hilfswerk vermittelt.

In Oberösterreich gibt es bereits Betriebstageseltern – hier ein kurzer Bericht dazu.

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