Salzburg nimmt Versorgungsauftrag von Asylwerbenden sehr ernst

Seit Wochen bestimmt das Thema Asylquote die mediale Diskussion. Als zuständige Landesrätin nehme ich den Versorgungsauftrag der Länder sehr ernst. Es geht für mich hier aber nicht nur um Pflichterfüllung, sondern um Solidarität und Menschlichkeit. Daher steht nicht die „Quote“ im Mittelpunkt meiner Politik, sondern menschenwürdige Versorgung und Unterstützung der AsylwerberInnen. Dank engagierter Bürgermeister, SalzburgerInnen und NGO-VertreterInnen konnten in den letzten Monaten insgesamt über 100 neue Plätze geschaffen werden.

Diesen Weg werde ich konsequent weiterführen, trotz Gegenwind und Quotendiskussion. Ich bin zuversichtlich, dass wir bis Ende August in Salzburg die vereinbarte Quote von 88 Prozent erfüllen werden. Da die Flüchtlingsströme jedoch nicht abreißen, sind weitere Plätze vor allem für Menschen aus Syrien zu schaffen. Mir geht es jedoch nicht nur darum, genügend Plätze bereit zu stellen, sondern auch um die Qualität der Quartiere und der Betreuung der Menschen. Und dazu gehört auch, dass Asylwerberinnen und Asylwerber arbeiten dürfen, Mindeststandards eingehalten und Deutschkurse angeboten werden. Gleichzeitig müssen die Tagessätze der Versorgung erhöht werden. Mit 19 Euro pro Tag (inkl. Verpflegung) ist es ín Salzburg sehr schwer gute, betreute Quartiersplätze zu finden.

Auflösung der Erstaufnahmezentren?- Warten auf Detailkonzept

Den Vorschlag der Innenministerin zur “ Auflösung von Traiskirchen“ kenne ich bisher nur aus den Medien; wie auch die Ankündigung, dass der Bund selber Quartiere in den Ländern eröffnen wird. Es gab bisher keine offizielle, detaillierte Information.

Was es braucht sind rasche Asylentscheidungen, Arbeitsmöglichkeit und menschenwürdige Unterkünfte für Flüchtlinge. Daher müssen wir alle zusammenhelfen: Bund, Länder, Gemeinden und NGOs. Daher greift der Ansatz der Innenministerin zu kurz, denn Quartiere ohne die Zusammenarbeit mit BürgermeisterInnen und die Einbindung von AnrainerInnen zu eröffnen, erschweren das Zusammenleben und die Akzeptanz vor Ort.

 

 

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