Mehr Männer für die Kinderbetreuung gewinnen

Foto: Neumayr/Leo

Neue Kampagne soll Interesse für den Beruf des Elementarpädagogen wecken.

Mehr Männer in die Kinderbetreuung, das ist das erklärte Ziel einer neuen Initiative von Landesrätin Martina Berthold. Der Kindergarten soll damit in Zukunft verstärkt auch Arbeitsplatz für Männer werden. Geworben wird mittels gezielten Kommunikationsmaßnahmen. Im Zentrum steht ein multimediales Webspecial in dem männliche Rolemodels, deren Arbeit und Motivation sowie die Begeisterung der Mädchen und Buben gezeigt wird. Für die Filme konnten unter anderem die zwei Kindergartenpädagogen Sebastian Wirnsberger und Raphael Paulischin gewonnen werden.

Die Kick off-Veranstaltung für die Kamapgne fand letzte Woche Freitag, 3. März, um 18.00 Uhr in der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (kurz BAfEP) Bischofshofen bei einem Infoabend statt. Das sowohl informative wie auch motivierende Video ist online unter www.salzburg.gv.at/kinderbildung zu finden. Sebastian Wirnsberger und Raphael Paulischin sind bei der Präsentation in Bischofshofen anwesend und berichten aus dem Alltag und den Highlights eines Kindergartenpädagogen.

Kinderbildungseinrichtungen sind die ersten wichtigen außerfamiliären Lernumwelten. Dort entdecken Mädchen und Buben im spielerischen Miteinander ihre Fähigkeiten und Stärken. Sie lernen in den Kindergruppen Teamfähigkeit und soziale Kompetenz. Einig ist sich die Fachwelt darüber, „dass Kindergärten die Vielfalt der Lebenswelten widerspiegeln sollen – und zu der gehören eben auch Männer“ unterstreicht Bernhard Koch von der Fakultät für Bildungswissenschaften Universität Innsbruck im Webspecial-Interview. Und auch ich finde: Kinder brauchen männliche und weibliche Bezugspersonen. Daher sind auch männliche Rollenvorbilder für die Persönlichkeitsentwicklung von großer Bedeutung. Sie setzen oft andere Schwerpunkte oder gehen anders an Herausforderungen heran.

Aktuell sind erst wenige Männer als Kindergartenpädagogen im Einsatz. Tatsächlich sind in Salzburg gerade einmal zwei Prozent aller pädagogischen Fachkräfte Männer. 2.996 Pädagoginnen stehen lediglich 64 Pädagogen gegenüber.

Gezielte Kommunikationsmaßnahmen

Die neue Kampagne soll bei Burschen und Männern das Interesse für den Beruf des Elementarpädagogen wecken. Am weitverbreiteten Stereotyp des vermeintlichen weiblichen Berufsbildes wird dabei kräftig gerüttelt. Ansprechpartner der Kampagne sind junge Burschen und auch Männer, die sich beruflich umorientieren. Das Webspecial zeigt das attraktive starke Image des Kindergartenpädagogen.

Multimediales Webspecial 

Im Zentrum der gemeinsam mit ikp Salzburg konzipierten Kampagne steht das Webspecial über das Berufs- und Rollenbild des Elementarpädagogen. Gezeigt wird dieses auf Berufsmessen, in Schulen bei Beratungstagen oder auch beim Boys Day. Auch bei der Jugendarbeit soll das Webspecial zum Einsatz kommen.

Hintergrund: Digitaler Journalismus

Multimediale Webspecials werden gerne eingesetzt, wenn es darum geht Themen verständlich und unterhaltsam aufzubereiten. Sie wurden für den digitalen Journalismus entwickelt. Texte, Fotos, Video- und Audiodateien werden dabei mit interaktiven Elementen wie Infografiken, 360-Grad-Bildern und variablen Storylines zu interessanten Erzählungen verknüpft. In „Mehr Männer in die Kinderbetreuung“ wurden kurze Interviews mit Pädagogen und Pädagoginnen, Schülerinnen und Schülern der BAfEP Bischofshofen, einem Wissenschaftler und der ressortzuständigen Landesrätin geführt und mit Szenen aus dem Kindergartenalltag sowie Infografiken ergänzt

 

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