Salzburg ist Vorreiter mit Master der Elementarpädagogik

Die Bildungsarbeit mit Kindern ist ganz entscheidend von der Professionalität der Pädagoginnen und Pädagogen geprägt. Mit Juli 2017 gibt es in Österreich erstmals auf Masterniveau ausgebildete Elementarpädagoginnen und -pädagogen. Auf die Beine gestellt wurde der Lehrgang in Salzburg. In Zusammenarbeit von Universität Salzburg, dem Zentrum für Kindergartenpädagogik des Landes Salzburg und dem Bildungszentrum St. Virgil Salzburg entstand ein dreijähriger berufsbegleitender Universitätslehrgang mit international lehrenden Dozentinnen und Dozenten. Jetzt halten die ersten 24 Master-Abschluss in Händen. Mit dem neuen Master entwickeln wir die Qualität in der Elementarpädagogik einen großen Schritt weiter.

Von Salzburg Nach Wien

Der Wiener Sportkindergarten Monpti ist nun die erste Kinderbertruungseinrichtung, die von einer Pädagogin mit dem international anerkannten „Master in Elementarpädagogik“ geleitet wird. Yvonne Müllner hat gemeinsam mit ihren Kolleginnen und  aus anderen Bundesländern erstmals in Österreich den international anerkannten Titel „Master in Elementarpädagogik“ erworben.

Viele neue Betätigungsfelder

Die 24 Absolventinnen und Absolventen haben das Studium neben dem Beruf absolviert. Mit der neuen Kompetenz erschließen sich für die frischgebackenen Master neue Arbeitsbereiche, so zum Beispiel in der Begleitung ihrer Kolleginnen und Kollegen beispielsweise als Coaches oder Trainerinnen und Trainer, oder auch in der Aus- und Weiterbildung oder der Begleitung von Praktikantinnen und Praktikanten.

Hier gibt es mehr Infos zum neuen Lehrgang

Weitere Professionalisierung der Elementarpädagogik

Die neue wissenschaftlich fundierte Ausbildung bildet ein solides Fundament für eine weitere Professionalisierung der Elementarpädagogik. „Ein zentrales Anliegen dieser Ausbildung ist die Weiterentwicklung des Transfers zwischen wissenschaftlicher Forschung und alltäglicher Praxis. Erstmals gibt es Elementarpädagoginnen und -pädagogen, die diesen Wissenstransfer in den Einrichtungen selber organisieren und umsetzen“, betonte Projektleiterin Michaela Luckmann von St. Virgil Salzburg. Dazu gehört in der Praxis die fachliche Begleitung von Kolleginnen, Kollegen und insbesondere von jenen, die neu in den Beruf einstiegen.

Brennende Fragen aus der Betreuungspraxis

Jean-Luc Patry, Universitäts-Professor für Erziehungswissenschaft, betonte: „Die Abschlussarbeiten des ersten Jahrgangs greifen durchwegs praxisrelevante, zum Teil sehr konkrete Forschungsfragen auf und führen zu entsprechend weiterführenden Hinweisen und Anregungen für den beruflichen Alltag.“ Die Masterthesen und Projektarbeiten behandelten Themen wie zum Beispiel Kultur und Sprachenvielfalt in der Elementarpädagogik, Chancen und Herausforderungen von Diversität aus Sicht der Führungskräfte einer Tagesbetreuungseinrichtung, Aktivität von Vorschulkindern im Setting Kindergarten oder Gestaltung von Teamentwicklungsprozessen zur Partizipation von Kindern in elementarpädagogischen Einrichtungen.

Petra Longitsch ist eine der ersten Absolventinnen: „Der immer lauter werdende Ruf um die Steigerung der Qualität in elementarpädagogischen Einrichtungen benötigt bestens ausgebildetes Personal, um den Herausforderungen stand halten zu können. Nur so kann den Kindern die beste Bildung und Betreuung zur Verfügung gestellt werden. Dies sollte das Ziel jedes pädagogischen Handelns sein.“

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