Integration fördern und Konflikte verhindern

Prävention und Sicherheit werden bei der Integrationsarbeit in den Salzburger Quartieren groß geschrieben. Zentral dafür sind die enge Zusammenarbeit und der regelmäßige Austausch zwischen den Asylquartieren und der Polizei. Schulungen und klare Information für Quartiersbetreibende Organisationen sorgen dafür, dass rasch gehandelt werden kann.

Präventive Arbeit wird im Rahmen von Workshops mit den Quartiersbetreiberinnen und Betreibern, regelmäßigen koordiniert. Das Angebot wurde seit Start mit großem Interesse angenommen.

Integrationsarbeit ab dem ersten Tag

Integrationsarbeit beginnt ab Tag eins, wenn Asylwerberinnen und Asylwerbern in der Salzburger Grundversorgung neu ankommen. Bereits dort werden die Grundlagen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens vermittelt. Dabei stehen vor allem unsere demokratischen Grundwerte – dazu zählen z.B. die Gleichstellung von Frauen und Männern, Gewalt-, Religions- und Meinungsfreiheit – im Vordergrund. Unterstützung gibt es auch beim Kennenlernen unserer alltäglichen Umgangsformen und Gebräuche. Die Teilnahme am Basis-Deutschkurs ist dabei verpflichtend.

Das Land Salzburg setzt alle Integrationsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der Polizei, dem Österreichischen Integrationsfonds und den Freiwilligengruppen um. Integration von Anfang braucht eine Ansprache auf Augenhöhe und die klare Vermittlung von Regeln, Pflichten und Rechten. So werden bereits im Startquartier Thalgau sogenannte „Fremdendialoge“, Orientierungs- und Wertekurse, das Qualifizierungsscreening und auch Deutschkurse abgehalten.

Präventionsarbeit in den Quartieren

Alle Betreuerinnen und Bertreuer in den Quartieren oder in der Sozialbetreuung der Grundversorgung sind die zentralen Ansprechpersonen der Präventionsarbeit. Sie erkennen direkt und unmittelbar, wenn Asylwerbende Unterstützung brauchen oder sich Spannungen entwickeln. Durch Schulungen und die konsequente Zusammenarbeit und Steuerung konnten in den letzten Jahren hier viele Erfahrungen gesammelt und das Krisenmanagement verbessert werden. Auch die psychosozialen Stabilisierungsgruppen, die in den Quartieren angeboten werden, arbeiten stark präventiv und helfen den Asylswerbenden so beim Abbau von Spannungen und Konflikten.

Vorbilder unterstützen Integration

Einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Konflikten können gut integrierte Personen aus den Herkunftskulturen der Asylsuchenden leisten. Diese sogenannten „Peers“ werden vom Verein Männerwelten ausgebildet. In den Kursen und des Projekts „Kontakt-Kultur-Kompetenz“ vermitteln sie ihren Landsleuten u.a. gebräuchliche Umgangsformen in Österreich. Im vergangenen Jahr haben Teilnehmer aus Syrien, Afghanistan, Tschetschenien, Algerien und Somalia den Lehrgang abgeschlossen. Im ersten Halbjahr 2017 startete nun bereits der zweite Kurs. Bisher haben 22 Teilnehmer die beiden Kurse abgeschlossen.

Asyl: Aktuellen Informationen

Aktuellen Informationen & den monatlichen Asylreport finden Sie auf: www.salzburg.gv.at/Asyl

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