Hilfe dort geben, wo diese am dringendsten benötigt wird.

Entwicklungszusammenarbeit hat in Salzburg eine lange Tradition. Bereits seit 1963 fördert das Land Salzburg entwicklungspolitische Projekte. Diese verbessern die Lebensbedingungen in betroffenen Ländern. Viele ehrenamtlich arbeitende Expertinnen und Experten des Salzburger Beirats für Entwicklungszusammenarbeit beraten über Förderprojekte und stehen den beiden Regionalkooperationen Salzburg-Singida und Salzburg – San Vicente unterstützend zur Seite. Aktuell wird hier unter anderem am sauberen Wasser für Tansania und an der Sicherung der Nahrungsmittelversorgung in El Salvador gearbeitet. Weiter Projekte von Salzburger Partnerorganisationen gibt es zudem in Nepal, Bolivien und Kolumbien. Nun wird neu ein Schulprojekt der Caritas Salzburg in der syrischen Stadt Lattakia unterstützt.

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Große Nachfrage nach Bildungsangeboten in der zweiten Lebenshälfte

 Weiterbildung ist in jedem Alter ein Gewinn für die Persönlichkeit. Ich freue mich für Urs Baumann, dass seine Idee zu einem Erfolgsprojekt geworden ist. Hinter dem Erfolgsprojekt Uni 55-PLUS steckt viel Engagement und Mut. Die Anzahl der Teilnehmenden hat sich im Laufe der Jahre beinahe verdoppelt. 488 Salzburgerinnen und Salzburger besuchten so im letzten Wintersemester die Lehrveranstaltungen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren davon mehrfach: Sie erweitern ihr Wissen und schließen neue persönliche Kontakte über Altersgrenzen hinweg.

Viele Menschen haben in ihrer zweiten Lebenshälfte wieder mehr Zeit für eigene Interessen und wollen sich weiterentwickeln. Bei Uni 55-PLUS haben Frauen und Männer ab 55 Jahren die Gelegenheit zur Weiterbildung aus universitärem Niveau. Auch dieses Semester stehen wieder über 400 Lehrveranstaltungen zur freien Wahl. Kurse der Geologie, Ökologie und Zoologie bis hin zu Psychologie, Kunstgeschichte, Musik und Politik werden angeboten.

5 Jahre Uni für Alle ab 55 Jahren

Die Uni 55-PLUS feiert heuer ein Jubiläum. Vor 5 Jahren wurde dieses spezielle Bildungsangebot an der Paris-Lodron Universität Salzburg vom emeritierten Professor Urs Baumann mit viel Engagement und Mut gegründet. Landesrätin Martina Berthold, Rektor Heinrich Schmidinger und Geschäftsführer des Salzburger Hilfswerks Hermann Hagleitner begrüßten daher heute Mittwoch, den 18. Oktober rund 150 Gäste zur Festakt und zur Eröffnung des Studienjahres 2017/18 im Unipark. Musikalisch wurde der Auftakt vom Chor der Uni 55-PLUS und dem Beija-flor Quartett begleitet. Professorin Tina Hascher, Dekanin der Philosophisch-humanistischen Fakultät der Universität Bern hielt die Festrede mit dem Titel „Über die Generationen hinweg – gemeinsames Lernen an der Universität.“

Seit ihrem Start im Jahr 2012 hat sich die Uni 55-PLUs kontinuierlich entwickelt. Im letzten Wintersemester besuchten knapp 490 Frauen und Männer die vielfältigen Lehrveranstaltungen und arbeiteten an Forschungsprojekten mit, drei Jahre zuvor waren es insgesamt 300.

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Neue Vereinsakademie des Salzburger Bildungswerks ist gefragt

Viele Jugendliche, Frauen und Männer leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft in Freiwilligengruppen und Vereinen. Dabei stehen sie oftmals vor Fragen zu Haftungen, Vereinsrecht, Datenschutz oder Bildrechten. Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit bedeutet für mich persönlich auch, Unterstützung in diesen Rechts- und Organisationsfragen zu geben. Zu diesem Zweck wurde die neue Vereinsakademie des Salzburger Bildungswerks gegründet. Wie groß der Bedarf an fundierter Information ist, zeigt der Erfolg der Auftaktveranstaltung

60 Salzburgerinnen und Salzburger nutzten gestern, Dienstag, 10. Oktober, in Thalgau die Gelegenheit und informierten sich bei der Auftaktveranstaltung der neuen Vereinsakademie über rechtliche Fragen in der Freiwilligenarbeit. Ich freue mich, dass ich beim Auftakt der Vereinsakademie des Salzburger Bildungswerks mit dabei sein konnte.

Unter dem Titel „Risiko Ehrenamt“ informierte der Richter Bernhard Promegger über die Grundlagen zu Recht, Haftung und Versicherung in der Freiwilligenarbeit. Der Bedarf an fundierter Information ist groß. Rund 60 Frauen und Männer holten sich vom Experten Antworten auf ihre Fragen aus ihrem freiwilligen Engagement.

Freiwilliges Engagement hat in Salzburg – wie auch in Österreich – einen großen Stellenwert. Rund 46 Prozent der Bevölkerung (ab 15 Jahre) engagiert sich freiwillig. Freiwillige aus den Bereichen Soziale Dienste, Bildung, Sport, Jugend, Naturschutz, Katastrophenhilfsdienste, Blaulichtorganisationen, Integration, Brauchtumspflege, Politik, Alpenverein, Tierschutz, Jugendarbeit und Kultur nahmen am der Veranstaltung teil.

     Expertinnen und Experten stehen hilfreich zur Seite

In dieser neuen Informationsreihe des Salzburger Bildungswerks (SBW) vermitteln Expertinnen und Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen wichtiges Handwerkszeug für die Vereinsarbeit im Ort. Rechtliches Detailwissen, aber auch Fähigkeiten in den Bereichen Public Relations und Werbung, Vereinsinterner Kommunikation, Fotografie oder auch Präsentation sind stark nachgefragt. Die neue Vereinsakademie gibt Antworten und steht allen engagierten Frauen und Männern mit Rat und Tat zur Seite.

Der nächste Infoabend zum Thema „Risiko Ehrenamt“ findet am 29. November 2017 in Seeham statt und ist ebenfalls bereits fast ausgebucht. „Ebenfalls im November gibt es erstmals in Saalfelden einen Abend zum Thema Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Auf Grund der großen Nachfrage werden zudem auch im Flachgau weitere Infoabende zum Thema Vereinsrecht angeboten“, so Alexander Glas vom Salzburger Bildungswerk.

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„salzburg privat“ übertrifft alle Erwartungen

Für alle, die noch Filmaufnahmen im Keller oder auf dem Dachboden haben: Bei dieser Aktion können alle Salzburgerinnen und Salzburger ihre alten analogen Filme abgeben. Diese werden dann kostenlos digitalisiert und auch archiviert. Die Initiative von Land Salzburg, Filmarchiv Austria und Salzburg 20.16 wurde im März dieses Jahres gestartet und übertrifft bislang alle Erwartungen. Wer noch mitmachen möchte, der sollte sich allerdings beeilen, denn „salzburg privat“ läuft nur noch bis Ende Oktober 2017.

Gemeinsam mit Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn konnte ich letzten Freitag, dem 6.Oktober, im Stadtkino Hallein die ersten Ergebnisse von „Salzburg Privat“ bewundern. In der in Hallein gezeigten rund 30-minütigen Dokumentation „Salzburg privat. Amateurfilme machen Geschichte“ haben einige dieser „Schätze“ auf Zelluloid sowie Interviews mit fünf Personen, die bereits ihre Filme abgegeben haben, Eingang gefunden.

Bisher wurden von 1.249 Personen bereits rund 24.000 Filme abgegeben. Die Salzburger Aktion ist somit die erfolgreiche ihrer Art. In Salzburg sind es vor allem öffentliche Bibliotheken mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die sich bei diesem besonderen Projekt tatkräftig engagiert haben. Mehr als 60 Abgabestellen stehen auch den ganzen Oktober lang im gesamten Bundesland hilfreich zu Seite. Ich freue mich sehr über den großen Erfolg dieser Aktion.

Jetzt noch mitmachen: Anmeldung über Gratis-Hotline 0800 240040

Die Filme können im ganzen Bundesland in vielen öffentlichen Bibliotheken abgegeben werden. Dazu ist die Anmeldung über die Gratis-Hotline 0800 240040 notwendig, bei der auch der Übergabetermin vereinbart wird. Weitere Informationen unter www.salzburg.gv.at/privat

Bild: Erste Präsentation der Filme „Salzburg privat – Amateurfilme machen Geschichte“ im Stadtkino Hallein Foto: Franz Neumayr LMZ 6.10.2017
Im Bild v.l. Mella Blazovich (Land Salzburg, Büro 2016), Landesrätin Martina Berthold, Filmemacher Stefan Aglassinger, LR Heinrich Schellhorn, Filmemacher Wolfram Paulus und Ernst Kieninger (Leiter des Filmarchivs Austria). Vorne im Bild Einreicher der Filme

Sommeruniversität ditact startet

Die ditact Sommeruniversität ist in Österreich ein einzigartiges Projekt. Sie bietet Frauen umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich der Informationstechnologie und öffnet neue Türen in diese Zukunftsbranche.

Ab heute, Montag, 21. August, öffnet die Salzburger Sommeruniversität ditact wieder für zwei Wochen ihre Pforten. Die Kurse finden heuer im Unipark Nonntal und in der Fachhochschule Salzburg mit einem besonderen Schwerpunkt statt: Speziell für interessierte Frauen über 50 Jahre gibt es zahlreiche spannende Kurse, welche einen guten Einblick in die Welt der Informationstechnologie-Branche geben.

An der IT-Sommeruniversität werden Frauen – egal welchen Alters – ermutigt, sich für ein Studium der Informationstechnologie zu entscheiden bzw. eine weiterführende Karriere in diesem Bereich anzustreben.

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Kinderrechte im Fokus

 

 

Die Internationale Pädagogische Werktagung eröffnete  am Montag in Salzburg heute zum 66. Mal seine Türen

Gemeinsam mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer eröffnete ich zu Beginn der Woche die 66. Internationale Pädagogische Werktagung in Salzburg. Bis Freitag steht damit das Thema der Kinderrechte im Mittelpunkt zahlreicher Vorträge und Workshops.

Kindern stehen Menschenrechte voll und ganz zu. Wir müssen uns heute dabei immer wieder die Frage stellen, wie wir die Kinder bestmöglich unterstützen können bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und der vollen Entfaltung ihrer Potenziale. Wir müssen allen Kindern eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen. Bei der Internationale Pädagogische Werktagung wird dieses so wichtige Thema umfassend auf Anspruch und Wirklichkeit geprüft. Ich danke dem Präsidenten der Werktagung Prof. Anton Bucher ausdrücklich für seinen Einsatz zur kritischen Auseinandersetzung mit einer zeitgemäßen Erziehung und Kinderbildung.

Das Erbe von Janusz Korczak

Im Zentrum der 66. Internationale Pädagogische Werktagung steht übrigens der „Vater der Kinderrechte“,  der polnisch-jüdische Humanist, Schriftsteller, Pädagoge und Kinderarzt Janusz Korczak (1878-1942). Vor genau 75 Jahren begleitete Korczak 200 Waisenkinder in die Gaskammer im Vernichtungslager Treblinka, obwohl er nicht musste. Ein Augenzeuge, der Komponist Władysław Szpilman notierte damals dazu: „Lange Jahre seines Lebens hatte er mit den Kindern verbracht, und auch jetzt, auf dem letzten Weg, wollte er sie nicht allein lassen. Er wollte es ihnen leichter machen. Sie würden aufs Land fahren, erklärte er den Waisenkindern. Endlich könnten sie die abscheulichen, stickigen Mauern gegen Wiesen eintauschen, auf denen Blumen wüchsen, gegen Bäche, in denen man würde baden können, gegen Wälder, wo es so viele Beeren und Pilze gäbe. Er ordnete an, sich festtäglich zu kleiden, und so hübsch herausgeputzt, in fröhlicher Stimmung, traten sie paarweise auf dem Hof an.“

 

Die Internationale Pädagogische Werktagung wird unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Anton Bucher vom Katholischen Bildungswerk Salzburg in Kooperation mit der Caritas Österreich und der Universität Salzburg durchgeführt.

Kinderrechte wurden übrigens erstmals 1959 von der UNO beschlossen und erst 1989 zur rechtsverbindlichen Kinderrechtskonvention erweitert. Nun sie sind diese Woche Generalthema der 66. Internationale Pädagogische Werktagung. „Wie sehen Kinderrechte genau aus“? „Inwieweit werden diese umgesetzt“? Und vor allem: „Wo und wie werden diese heute noch immer, verletzt?“ – das sind einige der Fragen, denen sich diese Woche zahlreiche Expertinnen und Experten widmen. Neben Vorträgen von namhafte Referentinnen und Referenten wird dieses zentrale Thema in Arbeitskreisen von unterschiedlichen Seiten her beleuchtet. Dabei wird auch der Umsetzung der Kinderrechte in verschiedenen Gesellschaften und Kulturen nachgegangen.

50 Salzburgerinnen, die sich für Gemeinde und Demokratie engagieren wollen

Landesrätin Martina Berthold mit vier starken Salzburgerinnen im Austausch: Bürgermeisterin Michaela Höfelsauer (Lend, 1. v. li.), Bürgermeisterin Sonja Ottenbacher (Stuhlfelden, 2. v. li.), Bürgermeisterin Gabriella Gehmacher-Leitner (Anif, 2. v. re.) und Bürgermeisterin Monika Schwaiger (Seekirchen, 1. v. re.).

Viele Frauen wollen sich im Gemeindeleben einbringen oder unsere Demokratie aktiv mitgestalten. Der Lehrgang ‚Frau gestaltet mit‘ zeigt, wie Frau Verantwortung in Politik, Zivilgesellschaft oder Interessensvertretungen übernehmen kann.

Insgesamt 50 Frauen besuchen derzeit die drei Lehrgänge „Frau gestaltet mit“, welche jeweils gebündelt für die Bezirke Pinzgau und Pongau, den Flachgau und den Tennengau sowie für den Lungau angeboten werden.

Neben praxisorientierten Grundlagen wird bei den Lehrgängen umfangreiches Wissen zu Themen wie Wahlrecht und Gemeindehaushalt vermittelt. Im Lungau finden sich regelmäßig acht Frauen zu den Workshops und Seminaren ein. Zum Start berichteten dort z.B. Christine Macheiner (ÖVP), Monika Weilharter (Grüne), Melitta Pristovnik (SPÖ) und Petra Krznar (FPÖ) zum Berufsalltag einer Politikerin. Die Journalistin und ehrenamtliche PR-Managerin Maria Riedler informierte zur Öffentlichkeits- und Medienarbeit.

Im Lungau werden die Kurse vom Lungauer Frauennetzwerk organisiert, im Flachgau und Tennengau von Frau & Arbeit und im Pinzgau wie Pongau vom Verein KOKON. Die drei Lehrgänge laufen noch bis zum Oktober 2017.

Termin zum Vormerken

Anlässlich des Politiklehrganges „Frau gestaltet mit“ wird sich Landesrätin Martina Berthold am Donnerstag, 8. Juni, im Schloss Kleßheim dem Thema „Wie gehe ich mit Turbulenzen um“ widmen und mit Salzburger Politikerinnen über die Zukunft von Frauen in der Politik diskutieren.