Kinderrechte im Fokus

 

 

Die Internationale Pädagogische Werktagung eröffnete  am Montag in Salzburg heute zum 66. Mal seine Türen

Gemeinsam mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer eröffnete ich zu Beginn der Woche die 66. Internationale Pädagogische Werktagung in Salzburg. Bis Freitag steht damit das Thema der Kinderrechte im Mittelpunkt zahlreicher Vorträge und Workshops.

Kindern stehen Menschenrechte voll und ganz zu. Wir müssen uns heute dabei immer wieder die Frage stellen, wie wir die Kinder bestmöglich unterstützen können bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und der vollen Entfaltung ihrer Potenziale. Wir müssen allen Kindern eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen. Bei der Internationale Pädagogische Werktagung wird dieses so wichtige Thema umfassend auf Anspruch und Wirklichkeit geprüft. Ich danke dem Präsidenten der Werktagung Prof. Anton Bucher ausdrücklich für seinen Einsatz zur kritischen Auseinandersetzung mit einer zeitgemäßen Erziehung und Kinderbildung.

Das Erbe von Janusz Korczak

Im Zentrum der 66. Internationale Pädagogische Werktagung steht übrigens der „Vater der Kinderrechte“,  der polnisch-jüdische Humanist, Schriftsteller, Pädagoge und Kinderarzt Janusz Korczak (1878-1942). Vor genau 75 Jahren begleitete Korczak 200 Waisenkinder in die Gaskammer im Vernichtungslager Treblinka, obwohl er nicht musste. Ein Augenzeuge, der Komponist Władysław Szpilman notierte damals dazu: „Lange Jahre seines Lebens hatte er mit den Kindern verbracht, und auch jetzt, auf dem letzten Weg, wollte er sie nicht allein lassen. Er wollte es ihnen leichter machen. Sie würden aufs Land fahren, erklärte er den Waisenkindern. Endlich könnten sie die abscheulichen, stickigen Mauern gegen Wiesen eintauschen, auf denen Blumen wüchsen, gegen Bäche, in denen man würde baden können, gegen Wälder, wo es so viele Beeren und Pilze gäbe. Er ordnete an, sich festtäglich zu kleiden, und so hübsch herausgeputzt, in fröhlicher Stimmung, traten sie paarweise auf dem Hof an.“

 

Die Internationale Pädagogische Werktagung wird unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Anton Bucher vom Katholischen Bildungswerk Salzburg in Kooperation mit der Caritas Österreich und der Universität Salzburg durchgeführt.

Kinderrechte wurden übrigens erstmals 1959 von der UNO beschlossen und erst 1989 zur rechtsverbindlichen Kinderrechtskonvention erweitert. Nun sie sind diese Woche Generalthema der 66. Internationale Pädagogische Werktagung. „Wie sehen Kinderrechte genau aus“? „Inwieweit werden diese umgesetzt“? Und vor allem: „Wo und wie werden diese heute noch immer, verletzt?“ – das sind einige der Fragen, denen sich diese Woche zahlreiche Expertinnen und Experten widmen. Neben Vorträgen von namhafte Referentinnen und Referenten wird dieses zentrale Thema in Arbeitskreisen von unterschiedlichen Seiten her beleuchtet. Dabei wird auch der Umsetzung der Kinderrechte in verschiedenen Gesellschaften und Kulturen nachgegangen.

Familienpass-App: Jetzt sind die Elternbriefe mit dabei

Elternbriefe setzen auf zeitgemäße Information und sind ab sofort in der Familienpass-App integriert

Seit 40 Jahren sind die Elternbriefe ein hilfreicher Begleiter und kostenloser Ratgeber. Eltern bekommen notwendige wie hilfreiche Tipps, etwa was nach der Geburt alles zu tun ist, wie man mit dem ‚Fremdeln‘ der Kinder umgehen kann, wie der Kontakt mit giftigen Putzmitteln vermieden werden kann und vieles mehr. Besonders freut mich, dass die Briefe nun auch in die erfolgreiche Familienpass-App integriert sind.

Jetzt kostenlose Familienpass-App herunterladen

Die Familienpass-App fürs Smartphone steht im iOS AppStore und im Android Play-Store kostenlos zum Download zur Verfügung. Die Ausstellung des Familienpasses selbst erfolgt wiederum kostenlos und unbürokratisch bei jeder Wohnsitzgemeinde. Für Familien aus der Stadt Salzburg erfolgt die Ausstellung des Familienpasses beim Bürgerservice der Stadt Salzburg im Schloss Mirabell.

Mit der App lassen sich schnell Vergünstigungen und Angebote für Familien in der Umgebung finden. Einmal tippen und es werden familienfreundliche Veranstaltungen und Ferienprogramme aufgelistet. Und die App ersetzt den Familienpass, indem man einmalig einen QR-Code einscannt, der auf allen neu ausgestellten Familienpässen aufgedruckt ist. Die App wurde bereits mehr als 7.000 Mal heruntergeladen.

Elternbriefe einfach online bestellen

Die Elternbriefe sind ein kostenloses Angebot des Landes in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Bildungswerk für alle Salzburger Eltern. Die Elternbriefe werden seit 40 Jahren von Land Salzburg gemeinsam mit dem Salzburger Bildungswerk herausgegeben. Die Elternbriefe lassen sich auch im bewährten Postversand kostenlos bestellen. 170523_60 (sm/ram)

50 Salzburgerinnen, die sich für Gemeinde und Demokratie engagieren wollen

Landesrätin Martina Berthold mit vier starken Salzburgerinnen im Austausch: Bürgermeisterin Michaela Höfelsauer (Lend, 1. v. li.), Bürgermeisterin Sonja Ottenbacher (Stuhlfelden, 2. v. li.), Bürgermeisterin Gabriella Gehmacher-Leitner (Anif, 2. v. re.) und Bürgermeisterin Monika Schwaiger (Seekirchen, 1. v. re.).

Viele Frauen wollen sich im Gemeindeleben einbringen oder unsere Demokratie aktiv mitgestalten. Der Lehrgang ‚Frau gestaltet mit‘ zeigt, wie Frau Verantwortung in Politik, Zivilgesellschaft oder Interessensvertretungen übernehmen kann.

Insgesamt 50 Frauen besuchen derzeit die drei Lehrgänge „Frau gestaltet mit“, welche jeweils gebündelt für die Bezirke Pinzgau und Pongau, den Flachgau und den Tennengau sowie für den Lungau angeboten werden.

Neben praxisorientierten Grundlagen wird bei den Lehrgängen umfangreiches Wissen zu Themen wie Wahlrecht und Gemeindehaushalt vermittelt. Im Lungau finden sich regelmäßig acht Frauen zu den Workshops und Seminaren ein. Zum Start berichteten dort z.B. Christine Macheiner (ÖVP), Monika Weilharter (Grüne), Melitta Pristovnik (SPÖ) und Petra Krznar (FPÖ) zum Berufsalltag einer Politikerin. Die Journalistin und ehrenamtliche PR-Managerin Maria Riedler informierte zur Öffentlichkeits- und Medienarbeit.

Im Lungau werden die Kurse vom Lungauer Frauennetzwerk organisiert, im Flachgau und Tennengau von Frau & Arbeit und im Pinzgau wie Pongau vom Verein KOKON. Die drei Lehrgänge laufen noch bis zum Oktober 2017.

Termin zum Vormerken

Anlässlich des Politiklehrganges „Frau gestaltet mit“ wird sich Landesrätin Martina Berthold am Donnerstag, 8. Juni, im Schloss Kleßheim dem Thema „Wie gehe ich mit Turbulenzen um“ widmen und mit Salzburger Politikerinnen über die Zukunft von Frauen in der Politik diskutieren.

 

1.800 junge Sängerinnen und Sänger…

Mehr als 1.800 junge Sängerinnen und Sänger in mehr als 70 Chören bringen heute, Dienstag, 2. Mai, die Landeshauptstadt zum Klingen.

Das Landesjugendsingen findet bis Freitag, 5. Mai, in der Großen Aula der Universität Salzburg statt. Die Präsentationen aller Chöre werden auch bis Freitagmittag auf eine Leinwand im Furtwänglerpark übertragen. Das Landesjugendsingen wird von akzente Salzburg, dem Landeschulrat Salzburg, dem Bundesministerium für Bildung, dem Bundesministerium für Familien und Jugend sowie dem Land Salzburg unterstützt.

Ich bin davon überzeugt, dass das Landesjugendsingen 2017 allen unvergessliche Eindrücke bringen wird. Viele Töne und Bilder werden dabei nachklingen. Ich bedanke mich herzlich beim gesamten Organisationsteam, allen Chorleiterinnen, Chorleitern, Sängerinnen, Sängern sowie den vielen engagierten Eltern, die im Hintergrund stehen. Ihr Engagement ist von sehr großem Wert für die Kinder und Jugendlichen. Dabei geht es vorrangig um musikalische Bildung, aber nicht nur: Es geht um Gemeinschaft, Aufbau von Selbstvertrauen, Zusammenspiel und Spaß und ums Erwachsenwerden.

„Musik verbindet. Chöre sind nicht nur Kulturträger, sie tragen auch zu sozialem Zusammenhalt, Gemeinschaft und Geselligkeit bei“, betonte heute auch Kulturlandesrat Heinrich Schellhornbei der Eröffnung der viertägigen Veranstaltung. „Das Singen in einem Chor ist für die Entwicklung junger Menschen wertvoll, weil es das Selbstbewusstsein fördert, die Teamfähigkeit und die Lebensfreude. Das Niveau der Salzburger Chöre ist ein besonders hohes, das beweisen Jahr für Jahr zahlreiche Chöre, die bei heimischen und internationalen Wettbewerben erfolgreich auftreten“, wünschte Schellhorn den jungen Sängerinnen und Sängern eine schöne Veranstaltung.

Mehr zum Landesjugendsingen:

Die Präsentationen aller Chöre wird übrigens bis Freitag Mittag auf eine große Leinwand im Furtwänglerpark übertragen. Mehr Infos zum Landesjugendsingen 2017 findet man hier.

Das Video zum ersten Tag des Landesjugendwettbewerbes findet man hier

Für vielfältige, selbstbewusste Berufsentscheidungen

 

 

 

Am Donnerstag, 27. April, schnuppern Mädchen und junge Frauen in nicht-traditionelle Berufe. Heuer bringt der Girls‘ Day eine große Neuerung: Er wird erstmals zum Girls & Boys Day.

Girls‘ Day heißt der Aktionstag, an dem zehn- bis 16-jährigen Mädchen und jungen Frauen die Fülle der Berufe aufgezeigt wird. Auch viele Kindergartenkinder sind heuer wieder mit dabei und haben so die Gelegenheit, die Vielfalt beruflicher Möglichkeiten auf altersgerechte Art und Weise für sich zu entdecken.

Mädchen können am Girls‘ Day in Berufe hineinschnuppern, die selten von Frauen gewählt werden. Dieser Aktionstag soll sie ermutigen, sich nicht nur auf klassische Frauenberufe zu beschränken. Ihnen stehen alle Ausbildungen und Berufe offen. Heuer gehen wir einen Schritt weiter: Burschen im Alter von vier bis sechs Jahren können dieses Jahr erstmals Berufe kennen lernen, die selten von Männern gewählt werden. Tatsache ist: Auch die Burschen sind in ihrer Berufswahl auch heute zumeist sehr eingeschränkt.

Auch in den Kindergärten sind die Burschen heuer erstmals mit dabei

Heuer sind erstmals auch Burschen im Alter ab vier Jahren mit dabei. Sie haben die Gelegenheit, Berufe, die üblicherweise vorwiegend von Frauen ausgeübt werden, kennenzulernen. Dazu zählen vor allem Berufe im sozialen Bereich. Der Boys‘ Day Mini soll die Begeisterung für Jobs in diesen Bereichen wecken.

Fakten zum Berufsorientierungstag

Auch heuer findet der Aktionstag grenzüberschreitend in der EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein statt. Mädchen und Burschen zwischen zehn und 16 Jahren können entweder einen der 150 EuRegio Girls‘-Day-Betriebe besuchen oder ihre Eltern zum Arbeitsplatz begleiten. Alle Informationen gibt es unter www.girlsday.info.

Alles für Minis zwischen vier und sechs Jahren

Zu den fünf beteiligten Salzburger Kindergärten zählen der Betriebskindergarten des Landes, der Salzburger Landeskliniken und der Christian-Doppler-Klinik, der Kindergarten Derra de Moroda (Hilfswerk) sowie der Kindergarten Sonnenschein-Nairz. Die Mädchen und Burschen konnten im Vorfeld auswählen, welchen Betrieb oder welche Ausbildungsstätte sie besuchen wollen. Die Auswahl war groß: vom Fachbereich Chemie auf der Universität Salzburg über eine Tapezierer-Werkstatt und die Kinderchirurgie in den Salzburger Landeskliniken, die Schneiderei im Festspielhaus, die Patisserie von Martin Studeny, das Tanzzentrum SEAD und den Frisör Sturmayr bis hin zur Firma Palfinger Kranbau in Kasern. Auch ein Training in einem Damenfußballteam und ein Einblick in den Box-Sport sind Teil der Aktion.

Die Idee dahinter

Die Gesellschaft ist noch immer von geschlechterstereotypen Berufsvorstellungen geprägt. Der Eintritt in untypische Berufe ist auch heute noch immer selten. Mädchen und Burschen wie auch ihre Eltern lassen sich bei der Berufswahl noch immer stark von vordefinierten Geschlechterrollen beeinflussen. Sie schränken sich damit in ihren Zukunftsperspektiven stark ein.

Wie die jüngste Lehrlingsstudie der Arbeiterkammerkammer zeigt, entscheidet sich rund die Hälfte der weiblichen Lehrlinge für die drei Berufe Einzelhandels- und Bürokauffrau sowie Stylistin. Auch unter den weiteren meist gewählten Berufen der Mädchen finden sich ausschließlich traditionelle Frauenberufe: Restaurantfachfrau, Köchin, Pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin, Verwaltungsassistentin, Hotel- und Gastgewerbeassistentin, Metalltechnik, Gastronomiefachfrau.

Junge Heroes kämpfen für Gleichberechtigung

Im neuen Projekt „Heroes – Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre“ setzen sich junge Männer mit Migrationshintergrund für das gleichberechtigte und gewaltfreie Zusammenleben von Frauen und Männern ein – in den Schulen, auf der Straße, in Clubs und auf Fußballplätzen. In den vergangenen Monaten wurden die ersten Heroes-Gruppenleiter ausgewählt und ausgebildet. Nun wird die Arbeit mit den 15- bis 23-jährigen jungen Männern, den zukünftigen Heroes aufgenommen.

Meist beginnt die klassische Burschenarbeit erst dann, wenn männliche Jugendliche auffällig oder gar gewalttätig geworden sind. Das Projekt Heroes hingegen wird schon vorher aktiv. Dieses neue Präventionskonzept stärkt junge Männer und stellt die Gleichstellung von Männern und Frauen in den Mittelpunkt. Die jungen Heroes gehen dieses Thema sehr nachhaltig in ihrem Umfeld an.

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Kindergarten erstrahlt in neuem Glanz

Gemeinsam mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer und dem Werfenwenger Bürgermeister Peter Brandauer hatte ich letzten Freitag die Gelegenheit, den neu gestalteten Kindergarten in Werfenweng zu eröffnen.

Jetzt stehen den 50 Kindergartenkindern in Werfenweng ein neuer Gruppen- und Multifunktionalraum sowie ein offener gestallter Essbereich zur Verfügung. Durch die erweiterten Räumlichkeiten wird damit besseres gruppenübergreifende Arbeiten ermöglicht. Die freundlich hellen Räume im Kindergarten wurden mit viel Bedacht geplant. Sie geben den Kindern den nötigten Freiraum. Aber sehen sie selbst: