Familienpass-App: Jetzt sind die Elternbriefe mit dabei

Elternbriefe setzen auf zeitgemäße Information und sind ab sofort in der Familienpass-App integriert

Seit 40 Jahren sind die Elternbriefe ein hilfreicher Begleiter und kostenloser Ratgeber. Eltern bekommen notwendige wie hilfreiche Tipps, etwa was nach der Geburt alles zu tun ist, wie man mit dem ‚Fremdeln‘ der Kinder umgehen kann, wie der Kontakt mit giftigen Putzmitteln vermieden werden kann und vieles mehr. Besonders freut mich, dass die Briefe nun auch in die erfolgreiche Familienpass-App integriert sind.

Jetzt kostenlose Familienpass-App herunterladen

Die Familienpass-App fürs Smartphone steht im iOS AppStore und im Android Play-Store kostenlos zum Download zur Verfügung. Die Ausstellung des Familienpasses selbst erfolgt wiederum kostenlos und unbürokratisch bei jeder Wohnsitzgemeinde. Für Familien aus der Stadt Salzburg erfolgt die Ausstellung des Familienpasses beim Bürgerservice der Stadt Salzburg im Schloss Mirabell.

Mit der App lassen sich schnell Vergünstigungen und Angebote für Familien in der Umgebung finden. Einmal tippen und es werden familienfreundliche Veranstaltungen und Ferienprogramme aufgelistet. Und die App ersetzt den Familienpass, indem man einmalig einen QR-Code einscannt, der auf allen neu ausgestellten Familienpässen aufgedruckt ist. Die App wurde bereits mehr als 7.000 Mal heruntergeladen.

Elternbriefe einfach online bestellen

Die Elternbriefe sind ein kostenloses Angebot des Landes in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Bildungswerk für alle Salzburger Eltern. Die Elternbriefe werden seit 40 Jahren von Land Salzburg gemeinsam mit dem Salzburger Bildungswerk herausgegeben. Die Elternbriefe lassen sich auch im bewährten Postversand kostenlos bestellen. 170523_60 (sm/ram)

50 Salzburgerinnen, die sich für Gemeinde und Demokratie engagieren wollen

Landesrätin Martina Berthold mit vier starken Salzburgerinnen im Austausch: Bürgermeisterin Michaela Höfelsauer (Lend, 1. v. li.), Bürgermeisterin Sonja Ottenbacher (Stuhlfelden, 2. v. li.), Bürgermeisterin Gabriella Gehmacher-Leitner (Anif, 2. v. re.) und Bürgermeisterin Monika Schwaiger (Seekirchen, 1. v. re.).

Viele Frauen wollen sich im Gemeindeleben einbringen oder unsere Demokratie aktiv mitgestalten. Der Lehrgang ‚Frau gestaltet mit‘ zeigt, wie Frau Verantwortung in Politik, Zivilgesellschaft oder Interessensvertretungen übernehmen kann.

Insgesamt 50 Frauen besuchen derzeit die drei Lehrgänge „Frau gestaltet mit“, welche jeweils gebündelt für die Bezirke Pinzgau und Pongau, den Flachgau und den Tennengau sowie für den Lungau angeboten werden.

Neben praxisorientierten Grundlagen wird bei den Lehrgängen umfangreiches Wissen zu Themen wie Wahlrecht und Gemeindehaushalt vermittelt. Im Lungau finden sich regelmäßig acht Frauen zu den Workshops und Seminaren ein. Zum Start berichteten dort z.B. Christine Macheiner (ÖVP), Monika Weilharter (Grüne), Melitta Pristovnik (SPÖ) und Petra Krznar (FPÖ) zum Berufsalltag einer Politikerin. Die Journalistin und ehrenamtliche PR-Managerin Maria Riedler informierte zur Öffentlichkeits- und Medienarbeit.

Im Lungau werden die Kurse vom Lungauer Frauennetzwerk organisiert, im Flachgau und Tennengau von Frau & Arbeit und im Pinzgau wie Pongau vom Verein KOKON. Die drei Lehrgänge laufen noch bis zum Oktober 2017.

Termin zum Vormerken

Anlässlich des Politiklehrganges „Frau gestaltet mit“ wird sich Landesrätin Martina Berthold am Donnerstag, 8. Juni, im Schloss Kleßheim dem Thema „Wie gehe ich mit Turbulenzen um“ widmen und mit Salzburger Politikerinnen über die Zukunft von Frauen in der Politik diskutieren.

 

Für vielfältige, selbstbewusste Berufsentscheidungen

 

 

 

Am Donnerstag, 27. April, schnuppern Mädchen und junge Frauen in nicht-traditionelle Berufe. Heuer bringt der Girls‘ Day eine große Neuerung: Er wird erstmals zum Girls & Boys Day.

Girls‘ Day heißt der Aktionstag, an dem zehn- bis 16-jährigen Mädchen und jungen Frauen die Fülle der Berufe aufgezeigt wird. Auch viele Kindergartenkinder sind heuer wieder mit dabei und haben so die Gelegenheit, die Vielfalt beruflicher Möglichkeiten auf altersgerechte Art und Weise für sich zu entdecken.

Mädchen können am Girls‘ Day in Berufe hineinschnuppern, die selten von Frauen gewählt werden. Dieser Aktionstag soll sie ermutigen, sich nicht nur auf klassische Frauenberufe zu beschränken. Ihnen stehen alle Ausbildungen und Berufe offen. Heuer gehen wir einen Schritt weiter: Burschen im Alter von vier bis sechs Jahren können dieses Jahr erstmals Berufe kennen lernen, die selten von Männern gewählt werden. Tatsache ist: Auch die Burschen sind in ihrer Berufswahl auch heute zumeist sehr eingeschränkt.

Auch in den Kindergärten sind die Burschen heuer erstmals mit dabei

Heuer sind erstmals auch Burschen im Alter ab vier Jahren mit dabei. Sie haben die Gelegenheit, Berufe, die üblicherweise vorwiegend von Frauen ausgeübt werden, kennenzulernen. Dazu zählen vor allem Berufe im sozialen Bereich. Der Boys‘ Day Mini soll die Begeisterung für Jobs in diesen Bereichen wecken.

Fakten zum Berufsorientierungstag

Auch heuer findet der Aktionstag grenzüberschreitend in der EuRegio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein statt. Mädchen und Burschen zwischen zehn und 16 Jahren können entweder einen der 150 EuRegio Girls‘-Day-Betriebe besuchen oder ihre Eltern zum Arbeitsplatz begleiten. Alle Informationen gibt es unter www.girlsday.info.

Alles für Minis zwischen vier und sechs Jahren

Zu den fünf beteiligten Salzburger Kindergärten zählen der Betriebskindergarten des Landes, der Salzburger Landeskliniken und der Christian-Doppler-Klinik, der Kindergarten Derra de Moroda (Hilfswerk) sowie der Kindergarten Sonnenschein-Nairz. Die Mädchen und Burschen konnten im Vorfeld auswählen, welchen Betrieb oder welche Ausbildungsstätte sie besuchen wollen. Die Auswahl war groß: vom Fachbereich Chemie auf der Universität Salzburg über eine Tapezierer-Werkstatt und die Kinderchirurgie in den Salzburger Landeskliniken, die Schneiderei im Festspielhaus, die Patisserie von Martin Studeny, das Tanzzentrum SEAD und den Frisör Sturmayr bis hin zur Firma Palfinger Kranbau in Kasern. Auch ein Training in einem Damenfußballteam und ein Einblick in den Box-Sport sind Teil der Aktion.

Die Idee dahinter

Die Gesellschaft ist noch immer von geschlechterstereotypen Berufsvorstellungen geprägt. Der Eintritt in untypische Berufe ist auch heute noch immer selten. Mädchen und Burschen wie auch ihre Eltern lassen sich bei der Berufswahl noch immer stark von vordefinierten Geschlechterrollen beeinflussen. Sie schränken sich damit in ihren Zukunftsperspektiven stark ein.

Wie die jüngste Lehrlingsstudie der Arbeiterkammerkammer zeigt, entscheidet sich rund die Hälfte der weiblichen Lehrlinge für die drei Berufe Einzelhandels- und Bürokauffrau sowie Stylistin. Auch unter den weiteren meist gewählten Berufen der Mädchen finden sich ausschließlich traditionelle Frauenberufe: Restaurantfachfrau, Köchin, Pharmazeutisch-kaufmännische Assistentin, Verwaltungsassistentin, Hotel- und Gastgewerbeassistentin, Metalltechnik, Gastronomiefachfrau.

Von einem Mindestlohn würden vor allem Frauen profitieren

Für einen Mindestlohn über 1.750 Euro brutto. Vor allem Frauen würden profitieren.

Derzeit verdienen Frauen in Österreich nur 82% eines durchschnittlichen Männereinkommens. Mehr als 200.000 beschäftigte Frauen auf Vollzeitbasis verdienen weniger als 1.500 Euro Brutto und liegen damit vielfach unter  der Armutsgrenze. Das Lohngefälle setzt sich zudem im Alter fort. Viele Frauen müssen mit einer deutlich niedrigeren Pension rechnen. Die Armutsgefährdung von Frauen ist daher auch im Alter deutlich höher.

Mindestens € 10,10 brutto pro Stunde.

Ein Mindestlohn über 1.750 Netto – das sind € 10,10 brutto pro Stunde – ist für die Absicherung der Frauen unverzichtbar. Lohngerechtigkeit ist wichtiger Beitrag zur Bekämpfung von Armut, vor allem im höheren Alter und zur Absicherung von alleinerziehenden Müttern. Ich unterstütze den Plan der Bundesregierung gemeinsam mit den Sozialpartnern einen Stufenplan für einen flächendeckenden Mindestlohn umzusetzen.

Ein gesetzlicher Mindestlohn von € 10,10 brutto pro Stunde entspricht in etwa 2/3 des mittleren brutto-Stundenlohns in Österreich 2016. Zum Vergleich: Friseurinnen und Friseure verdienen derzeit in den ersten zwei Berufsjahren nach der Ausbildung laut Kollektivvertrag € 7,76 brutto in der Stunde. Für Serviererinnen und Servierer in Konditoreien liegt die niedrigste KV-Stufe bei € 6,84.

Ein gesetzlicher Mindestlohn von € 10,10 brutto in der Stunde würde allein ein Drittel (33,5%) der Armutslücke schließen. So haben ca. 453.000 Menschen (das sind 12,7% aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer) unter jenem Betrag verdient, der als Niedrigstlohngrenze gilt. 2014 waren das ca. € 9,40 brutto in der Stunde. Für 2017 wird diese Grenze (nach dem Tariflohnindex) hochgerechnet bei zumindest € 9,85 brutto pro Stunde liegen.

Mehr lesen

Stärkere Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern

Neue Maßnahmenpakete in fünf Bereichen sollen die Frauen im Landesdienst weiter stärken.

Der aktuelle Bericht zum Frauenförderplan liegt vor und informiert über Entwicklung der Frauen- und Gleichstellungspolitik in der Salzburger Landesverwaltung (ohne SALK). Zeitgleich wird auch die Analyse der Einkommenssituation der Geschlechter in der Landesverwaltung, in den Salzburger Krankenanstalten und Landesschulen veröffentlicht.

Ich möchte betonen: Wir brauchen noch mehr Geschlechtergerechtigkeit. Dafür müssen und werden wir verstärkt mehrfach mit zusätzlichen Maßnahmen ansetzen. Maßnahmenpakete in den fünf Bereichen Karenzmanagement und Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Führungspositionen und Kommissionen, Geschlechtergerechtigkeit in der Fort- und Weiterbildung  sowie im Themenbereich  Gleichstellung als Führungsaufgabe sollen dies verstärkt bewerkstelligen. Explizite Frauenfördermaßnahmen und Gleichstellungsprogramme müssen weiter forciert werden.

„Maßnahmen beginnen zu greifen. Aber: Wir brauchen noch mehr Geschlechtergerechtigkeit. Dafür müssen und werden wir verstärkt mehrfach mit zusätzlichen Maßnahmen ansetzen“. 

Sowohl der aktuelle Bericht zum Frauenförderplan als auch die Analyse der Einkommenssituation von Männern und Frauen in der Hoheitsverwaltung zeigen deutlich, dass die veranlassten Maßnahmen bereits zu greifen begonnen haben. „Mir ist wichtig, dass es Chancengleichheit zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in meinem Zuständigkeitsbereich gibt und dass dafür die bestmögliche Unterstützung angeboten wird. Rund 1.000 Teilzeitmodelle, das Angebot der Telearbeit und diverse gesetzliche Bestimmungen sollen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Landesdienst insbesondere bei Übernahme von Führungstätigkeit entsprechend ermöglichen. Karenzierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen derzeit auf elektronischem Weg sehr breit aufgestellte Informationsmöglichkeiten zur Verfügung“, betonte Kollege Landesrat Josef Schwaiger im Zuge der Veröffentlichung der Berichte Ende 2016.

Mit Beschluss des Salzburger Landtags vom 30. Oktober 2013 wurde die Landesregierung beauftragt, im Bereich der Landesverwaltung Einkommensberichte einzuführen. Auch im Arbeitsübereinkommen für die 15. Legislaturperiode wurde als ein Umsetzungsziel anlässlich einer aktiven Frauen- und Gleichbehandlungspolitik der Ausgleich von Einkommensunterschieden angeführt.

Mehr lesen

Was heißt eigentlich „Hilfe vor Ort“?

4 Tage im Libanon. Teil 1 von 3

Anfang Dezember war ich gemeinsam mit Landesrat Rudi Anschober und Landesrätin Christine Baur, die so wie ich in ihren Bundesländern (Oberösterreich, Tirol) die politische Verantwortung für Integration tragen, im Libanon. Genau genommen besuchten wir die Bekaa-Ebene. Das ist jene  Hochebene, in der aktuell rund eine Million geflüchtete Syrerinnen und Syrer leben.

Im Libanon bekamen wir einen Einblick in die Lebenssituation der geflüchteten Menschen. Ich sah, welche große menschliche Herausforderungen der Libanon diese Tage meistert.

Inhaltliche Schwerpunkte der Reise waren die Themen Bildung für Kinder und die Situation der Frauen sowie neue Hilfsprojekte vor Ort. Zwei Fragen waren mir persönlich sehr wichtig: „Wie sieht die konkrete Hilfe vor Ort aus?“ und „Wo können wir die engagierte Arbeit der Hilfsorganisationen unterstützen“.

  Mehr lesen

Erste österreichische Hochschule mit Diversity-Zertifizierung steht in Salzburg

FH TÜV Austria Zertifizierung Foto: Neumayr/Leo 03.11.2016

Seit 3. November 2016 ist es nun soweit! Die Fachhochschule Salzburg öffnet sich und macht ernst mit Diversity-Management. Als erste österreichische Hochschule durfte ich am letzten Donnerstag die Fachhochschule Salzburg mit dem Zertifikat „ZukunftVIELFALT“ auszeichnen.

In einem intensiven Prozess hat sich die FH-Führung gemeinsam mit Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Lehre und Verwaltung mit der personellen Vielfalt in der eigenen Organisation aktiv auseinandergesetzt. Als verantwortliche Landesrätin sowohl für Wissenschaft als auch für Frauen und Chancengleichheit werde ich die Fachhochschule Salzburg bestmöglich auf ihrem künftigen Diversity-Weg unterstützen. Dieser bezieht auch die Frage nach der Geschlechtergerechtigkeit aktiv mit ein.

Was ist nun Diversität-Management? Es ist die ist die Chance zu mehr Demokratie, Offenheit und Toleranz, es ist das aktive Nutzen der Chancen, die Vielfallt mit sich bringt. Soziale Diversität bietet unzählige Möglichkeiten, von denen die FH profitieren kann. Bei den Maßnahmen geht es dabei um die aktive Wertschätzung der Unterschiede. Vielfalt wird dabei stets als gewinnbringend verstanden. Diesen Prozess der Berücksichtigung und Integration bezeichnet man als „Diversity Management“.

Mehr lesen