Große Nachfrage nach Bildungsangeboten in der zweiten Lebenshälfte

 Weiterbildung ist in jedem Alter ein Gewinn für die Persönlichkeit. Ich freue mich für Urs Baumann, dass seine Idee zu einem Erfolgsprojekt geworden ist. Hinter dem Erfolgsprojekt Uni 55-PLUS steckt viel Engagement und Mut. Die Anzahl der Teilnehmenden hat sich im Laufe der Jahre beinahe verdoppelt. 488 Salzburgerinnen und Salzburger besuchten so im letzten Wintersemester die Lehrveranstaltungen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren davon mehrfach: Sie erweitern ihr Wissen und schließen neue persönliche Kontakte über Altersgrenzen hinweg.

Viele Menschen haben in ihrer zweiten Lebenshälfte wieder mehr Zeit für eigene Interessen und wollen sich weiterentwickeln. Bei Uni 55-PLUS haben Frauen und Männer ab 55 Jahren die Gelegenheit zur Weiterbildung aus universitärem Niveau. Auch dieses Semester stehen wieder über 400 Lehrveranstaltungen zur freien Wahl. Kurse der Geologie, Ökologie und Zoologie bis hin zu Psychologie, Kunstgeschichte, Musik und Politik werden angeboten.

5 Jahre Uni für Alle ab 55 Jahren

Die Uni 55-PLUS feiert heuer ein Jubiläum. Vor 5 Jahren wurde dieses spezielle Bildungsangebot an der Paris-Lodron Universität Salzburg vom emeritierten Professor Urs Baumann mit viel Engagement und Mut gegründet. Landesrätin Martina Berthold, Rektor Heinrich Schmidinger und Geschäftsführer des Salzburger Hilfswerks Hermann Hagleitner begrüßten daher heute Mittwoch, den 18. Oktober rund 150 Gäste zur Festakt und zur Eröffnung des Studienjahres 2017/18 im Unipark. Musikalisch wurde der Auftakt vom Chor der Uni 55-PLUS und dem Beija-flor Quartett begleitet. Professorin Tina Hascher, Dekanin der Philosophisch-humanistischen Fakultät der Universität Bern hielt die Festrede mit dem Titel „Über die Generationen hinweg – gemeinsames Lernen an der Universität.“

Seit ihrem Start im Jahr 2012 hat sich die Uni 55-PLUs kontinuierlich entwickelt. Im letzten Wintersemester besuchten knapp 490 Frauen und Männer die vielfältigen Lehrveranstaltungen und arbeiteten an Forschungsprojekten mit, drei Jahre zuvor waren es insgesamt 300.

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„salzburg privat“ übertrifft alle Erwartungen

Für alle, die noch Filmaufnahmen im Keller oder auf dem Dachboden haben: Bei dieser Aktion können alle Salzburgerinnen und Salzburger ihre alten analogen Filme abgeben. Diese werden dann kostenlos digitalisiert und auch archiviert. Die Initiative von Land Salzburg, Filmarchiv Austria und Salzburg 20.16 wurde im März dieses Jahres gestartet und übertrifft bislang alle Erwartungen. Wer noch mitmachen möchte, der sollte sich allerdings beeilen, denn „salzburg privat“ läuft nur noch bis Ende Oktober 2017.

Gemeinsam mit Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn konnte ich letzten Freitag, dem 6.Oktober, im Stadtkino Hallein die ersten Ergebnisse von „Salzburg Privat“ bewundern. In der in Hallein gezeigten rund 30-minütigen Dokumentation „Salzburg privat. Amateurfilme machen Geschichte“ haben einige dieser „Schätze“ auf Zelluloid sowie Interviews mit fünf Personen, die bereits ihre Filme abgegeben haben, Eingang gefunden.

Bisher wurden von 1.249 Personen bereits rund 24.000 Filme abgegeben. Die Salzburger Aktion ist somit die erfolgreiche ihrer Art. In Salzburg sind es vor allem öffentliche Bibliotheken mit ihren ehrenamtlichen Mitarbeitenden, die sich bei diesem besonderen Projekt tatkräftig engagiert haben. Mehr als 60 Abgabestellen stehen auch den ganzen Oktober lang im gesamten Bundesland hilfreich zu Seite. Ich freue mich sehr über den großen Erfolg dieser Aktion.

Jetzt noch mitmachen: Anmeldung über Gratis-Hotline 0800 240040

Die Filme können im ganzen Bundesland in vielen öffentlichen Bibliotheken abgegeben werden. Dazu ist die Anmeldung über die Gratis-Hotline 0800 240040 notwendig, bei der auch der Übergabetermin vereinbart wird. Weitere Informationen unter www.salzburg.gv.at/privat

Bild: Erste Präsentation der Filme „Salzburg privat – Amateurfilme machen Geschichte“ im Stadtkino Hallein Foto: Franz Neumayr LMZ 6.10.2017
Im Bild v.l. Mella Blazovich (Land Salzburg, Büro 2016), Landesrätin Martina Berthold, Filmemacher Stefan Aglassinger, LR Heinrich Schellhorn, Filmemacher Wolfram Paulus und Ernst Kieninger (Leiter des Filmarchivs Austria). Vorne im Bild Einreicher der Filme

Salzburg hat ein neues Studium der Pharmazie

Mit diesem Herbstmeister startet an der Medizinischen Privatuniversität der neue Studiengang der Pharmazie. 26 Studentinnen und Studenten machen den Anfang. Sie haben diese Tage an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) mit dem neuen Studiengang der Pharmazie begonnen.

Fünf Jahre dauert das Pharmaziestudium an der PMU insgesamt. Es ist teamorientiert und multiprofessionell aufgebaut und geht damit direkt auf die zeitgemäßen Anfordernisse des Berufs ein. Gleichzeitig findet es in enger Zusammenarbeit mit den bestehenden Studien Medizin und Pflegewissenschaften statt.

Neben den naturwissenschaftlichen und pharmazeutischen Grundlagen und klinischer Pharmazie werden in diesem Studiengang zudem wichtige Fähigkeiten in Kommunikation, Gesundheitsökonomie oder Betriebswirtschaft vermittelt. Bei Praktika und einem Auslandssemester sammeln die Studierenden zudem wichtige Erfahrungen aus dem Berufsfeld.

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Salzburg ist Vorreiter mit Master der Elementarpädagogik

Die Bildungsarbeit mit Kindern ist ganz entscheidend von der Professionalität der Pädagoginnen und Pädagogen geprägt. Mit Juli 2017 gibt es in Österreich erstmals auf Masterniveau ausgebildete Elementarpädagoginnen und -pädagogen. Auf die Beine gestellt wurde der Lehrgang in Salzburg. In Zusammenarbeit von Universität Salzburg, dem Zentrum für Kindergartenpädagogik des Landes Salzburg und dem Bildungszentrum St. Virgil Salzburg entstand ein dreijähriger berufsbegleitender Universitätslehrgang mit international lehrenden Dozentinnen und Dozenten. Jetzt halten die ersten 24 Master-Abschluss in Händen. Mit dem neuen Master entwickeln wir die Qualität in der Elementarpädagogik einen großen Schritt weiter.

Von Salzburg Nach Wien

Der Wiener Sportkindergarten Monpti ist nun die erste Kinderbertruungseinrichtung, die von einer Pädagogin mit dem international anerkannten „Master in Elementarpädagogik“ geleitet wird. Yvonne Müllner hat gemeinsam mit ihren Kolleginnen und  aus anderen Bundesländern erstmals in Österreich den international anerkannten Titel „Master in Elementarpädagogik“ erworben.

Viele neue Betätigungsfelder

Die 24 Absolventinnen und Absolventen haben das Studium neben dem Beruf absolviert. Mit der neuen Kompetenz erschließen sich für die frischgebackenen Master neue Arbeitsbereiche, so zum Beispiel in der Begleitung ihrer Kolleginnen und Kollegen beispielsweise als Coaches oder Trainerinnen und Trainer, oder auch in der Aus- und Weiterbildung oder der Begleitung von Praktikantinnen und Praktikanten.

Hier gibt es mehr Infos zum neuen Lehrgang

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Kinderrechte im Fokus

 

 

Die Internationale Pädagogische Werktagung eröffnete  am Montag in Salzburg heute zum 66. Mal seine Türen

Gemeinsam mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer eröffnete ich zu Beginn der Woche die 66. Internationale Pädagogische Werktagung in Salzburg. Bis Freitag steht damit das Thema der Kinderrechte im Mittelpunkt zahlreicher Vorträge und Workshops.

Kindern stehen Menschenrechte voll und ganz zu. Wir müssen uns heute dabei immer wieder die Frage stellen, wie wir die Kinder bestmöglich unterstützen können bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und der vollen Entfaltung ihrer Potenziale. Wir müssen allen Kindern eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen. Bei der Internationale Pädagogische Werktagung wird dieses so wichtige Thema umfassend auf Anspruch und Wirklichkeit geprüft. Ich danke dem Präsidenten der Werktagung Prof. Anton Bucher ausdrücklich für seinen Einsatz zur kritischen Auseinandersetzung mit einer zeitgemäßen Erziehung und Kinderbildung.

Das Erbe von Janusz Korczak

Im Zentrum der 66. Internationale Pädagogische Werktagung steht übrigens der „Vater der Kinderrechte“,  der polnisch-jüdische Humanist, Schriftsteller, Pädagoge und Kinderarzt Janusz Korczak (1878-1942). Vor genau 75 Jahren begleitete Korczak 200 Waisenkinder in die Gaskammer im Vernichtungslager Treblinka, obwohl er nicht musste. Ein Augenzeuge, der Komponist Władysław Szpilman notierte damals dazu: „Lange Jahre seines Lebens hatte er mit den Kindern verbracht, und auch jetzt, auf dem letzten Weg, wollte er sie nicht allein lassen. Er wollte es ihnen leichter machen. Sie würden aufs Land fahren, erklärte er den Waisenkindern. Endlich könnten sie die abscheulichen, stickigen Mauern gegen Wiesen eintauschen, auf denen Blumen wüchsen, gegen Bäche, in denen man würde baden können, gegen Wälder, wo es so viele Beeren und Pilze gäbe. Er ordnete an, sich festtäglich zu kleiden, und so hübsch herausgeputzt, in fröhlicher Stimmung, traten sie paarweise auf dem Hof an.“

 

Die Internationale Pädagogische Werktagung wird unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Anton Bucher vom Katholischen Bildungswerk Salzburg in Kooperation mit der Caritas Österreich und der Universität Salzburg durchgeführt.

Kinderrechte wurden übrigens erstmals 1959 von der UNO beschlossen und erst 1989 zur rechtsverbindlichen Kinderrechtskonvention erweitert. Nun sie sind diese Woche Generalthema der 66. Internationale Pädagogische Werktagung. „Wie sehen Kinderrechte genau aus“? „Inwieweit werden diese umgesetzt“? Und vor allem: „Wo und wie werden diese heute noch immer, verletzt?“ – das sind einige der Fragen, denen sich diese Woche zahlreiche Expertinnen und Experten widmen. Neben Vorträgen von namhafte Referentinnen und Referenten wird dieses zentrale Thema in Arbeitskreisen von unterschiedlichen Seiten her beleuchtet. Dabei wird auch der Umsetzung der Kinderrechte in verschiedenen Gesellschaften und Kulturen nachgegangen.

Was Salzburg mit El Salvador und Tansania verbindet

Entwicklungspolitische Regionalkooperationen des Landes Salzburg sichern sauberes Wasser und ermöglichen Ernährungssicherheit.

Sauberes Wasser, lesen und schreiben lernen oder die Sicherung der Nahrungsmittelversorgung und Umstieg auf Bio-Landbau – das sind beispielhafte Erfolge der Entwicklungszusammenarbeit des Landes Salzburg. Heuer werden insgesamt 13 Projekte unterstützt, 20 Prozent der gesamten Landesgelder für Entwicklungszusammenarbeit sind für Projekte in den zwei Schwerpunktregionen San Vicente in El Salvador sowie Singida in Tansania reserviert. Der Entwicklungspolitische Beirat des Landes wählt die Projekte aus und begleitet die Umsetzung.

Die Entwicklungspolitischen Regionalkooperationen des Landes Salzburg sichern sauberes Wasser in Tansania und die Nahrungsmittelversorgung in El Salavdor. Der Entwicklungspolitische Beirat der Salzburger Landesregierung und die vielen ehrenamtlich tätigen Mitglieder ermöglichen mit ihren persönlichen Erfahrungen und ihrem großen Einsatz diese Regionalkooperationen. Bei allen Projekten steht vor allem die Stärkung der Frauen in der dortigen Gesellschaft im Mittelpunkt.

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Den Geist des Kreativen stärken

Im Jubiläumsjahr Salzburg 20.16 hat das Zukunftslabor mit 238 Einreichungen gezeigt, wie viele innovative Ideen in ganz Salzburg nur auf ihre Umsetzung warten. Eingereicht wurden damals Projekte zu Themen wie Kultur- und Weiterbildung in Gemeinden, Stadtentwicklung durch Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen in Betrieben, Sport und Freizeit oder auch zu Integrationsdialogen. Nun wird das Projekt fortgesetzt und sogar ausgebaut.

Ich bin davon überzeugt: In jeder Salzburgerin und jedem Salzburger stecken viele Ideen, wie wir unser Zusammenleben gut gestalten können. Das Zukunftslabor unterstützt und stärkt genau diese kreative Ideenentwicklung. Sie bietet Vernetzung und Präsentationsmöglichkeiten und unterstützt die Umsetzung. Den Geist des Kreativen und der Innovation müssen und werden wir auch in Zukunft fördern.

Drei neue Programmschwerpunkte 2017 und 2018

In die kommenden zwei Jahre startet das Zukunftslabor mit drei Programmschwerpunkten zur Unterstützung zukunftsweisender Ideen. Innovationen für Gemeinden und Sozialeinrichtungen, in Wirtschaft und Regionalentwicklung oder auch im Bereich der Bildung und Kultur werden dabei unterstützt.

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