Der Kindergarten als Brücke der Begegnung

Kindergarten Schanzlgasse, im Bild v. li: LR Martina Berthold, Benjamin, Lamar mit Onkel Mahmoud Al Mohmmad, Sebastian Wirnsberger Leiter Landeskindergarten,  10.02.2016 Foto: LMZ Franz Neumayr/SB
Kindergarten Schanzlgasse,
im Bild v. li: LR Martina Berthold, Benjamin, Lamar mit Onkel Mahmoud Al Mohmmad, Sebastian Wirnsberger Leiter Landeskindergarten,
10.02.2016
Foto: LMZ Franz Neumayr/SB

Im Landeskindergarten Schanzlgasse kommen seit Dezember 2015 geflüchtete Eltern mit ihren Kindern aus Syrien mit Salzburger Familien zusammen. Kooperationspartner des dem Integrationsprojektes „Familien mit Familien“ ist das CARITAS-Flüchtlingshaus Mülln.  Mehr lesen

Ziele und Maßnahmen für den Salzburger Integrationsweg

Mehr Deutschkurse, mehr Aktivitäten in den Bereichen Ausbildung und Zusammenleben werden 2016 durchgeführt. Darüber hinaus werden heuer zusätzliche Maßnahmen für minderjährige Flüchtlinge umgesetzt.

Salzburg ist im Jahr 2016 besonders gefordert, die Integration anerkannter Flüchtlinge zu unterstützen. Unter dem Motto „Integration von Anfang an“ setzt Landesrätin Martina Berthold jedoch auch auf integrative Angebote für asylsuchende Kinder, Frauen und Männer. Derzeit warten rund 4.850 Flüchtlinge auf die Entscheidung in ihrem Asylverfahren und wohnen in 85 der insgesamt 119 Salzburger Gemeinden und Städte organisierten Quartiere oder in Privatwohnungen. Im Bundesland Salzburg erhielten 2015 insgesamt 714 Menschen einen positiven Asylbescheid, 2014 waren es 300.

 

Integration als Dialog

Integration ist ein Prozess, der beide Seiten aktiv einbezieht: die neu Ankommenden und die hier lebenden Menschen. Auf Basis gegenseitigen Respekts geht es darum, Information und Orientierung zu den unverhandelbaren Grundlagen der österreichischen Gesellschaft (zum Beispiel Gleichstellung der Geschlechter, Meinungs-, Gewalt- und Religionsfreiheit) zu geben und gleichzeitig andere Lebensweisen sowie Werthaltungen zu akzeptieren. Integration ist dann erfolgreich, wenn alle Menschen aktiv am sozialen, kulturellen und beruflichen Leben teilhaben können und sich als Teil der österreichischen Gesellschaft sehen beziehungsweise gesehen werden. Daher ist es wichtig, dass Integration als Dialog verstanden wird, als Geben und Nehmen.

 

Pressekonferenz zum Thema "Integration" mit Landesrätin Martina Berthold und Wolfgang Schick Foto: Franz Neumayr     LMZ    26.1.2016
Martina Berthold und Wolfgang Schick
Foto: Franz Neumayr / LMZ 26.1.2016

 

Maßnahmen, die im Jahr 2016 umgesetzt werden

Heuer liegt der Schwerpunkt bei den Integrationsmaßnahmen in den Bereichen Sprache und Grundlagen der österreichischen Gesellschaft, Ausbildung, Wohnen und Zusammenleben. Verstärkt werden dabei auch die Angebote zur Beschäftigung von Asylsuchenden beziehungsweise die Integration der anerkannten Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt. Ausgebaut werden die Unterstützung der freiwillig Helfenden und die Professionalisierung der Freiwilligennetzwerke.

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Vier Maßnahmen damit Integration wirklich gelingt

Insgesamt 300 positive Asylbescheide wurden im Jahr 2014 ausgestellt. Und auch heuer werden wieder werden viele zuerkannt werden. Von der Reinungskraft bis zum Zahnarzt, vom Schauspieler bis zum Haubenkoch – das ganze berufliche Spektrum konnte ich in den letzten Monaten bei den Asylwerbern kennenlernen. Die Erlangung des Asylstatus selbst erfolgt übrigens unterschiedlich schnell. Zwischen 3 Monaten und einigen Jahren kann das Verfahren dauern. Die Zuständigkeit hierfür liegt beim „Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl“. Menschen mit positivem Asylbescheid haben ein Aufenthaltsrecht. Sie sind damit ein Teil unserer Gesellschaft.

Zentral ist für mich die Frage, wie wir Flüchtlinge langfristig in unsere Gesellschaft integrieren können. Wir haben ein übergreifendes Vier-Punkte-Konzept erarbeitet Die Schwerpunkte sind Sprache, Ausbildung, Arbeit und Wohnen. Damit Integration nachhaltig gelingt, müssen all diese Bereiche sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.

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Um Menschen Sicherheit zu geben, braucht es Wohnraum und Arbeit. Auch für Flüchtlinge.

Angesichts der Krisenherde in der Welt, steht auch Salzburg vor der Herausforderung, Flüchtlinge aus zum Teil völlig anderen Kulturkreisen in unserer Gesellschaft zu integrieren. Um in dieser entscheidenden gesellschaftspolitischen Frage der Integration besser voranzukommen, habe ich mich diese Woche  mit den Bezirkssprechern der BürgermeisterInnen sowie mit den in Salzburg mit der Betreuung von Flüchtlingen befassten NGOs getroffen. Zum einen wurden jene Bereiche erörtert, die dringenden Handlungsbedarf erfordern, zum anderen ging es auch darum, bereits vorhandene sinnvolle Projekte in den Gemeinden stärker miteinander zu vernetzen. Mehr lesen

Antisemitismus und Rassismus haben auch im Sport absolut nichts verloren

Ich bin angesichts der Ausschreitungen beim Spiel in Bischofshofen sehr betroffen. Sport und insbesondere der Fußball leisten eine wichtige Integrationsarbeit. Umso mehr verurteile ich diese Gewalt und Grenzüberschreitungen aufs Schärfste. Trotz der Ausschreitungen in Bischofshofen überwiegen aber die positiven, interkulturellen Aktionen im Sport. Besonders die Casinos Austria Integrationsfußball WM von Erwin Josef Himmelbauer zeigt, wie kultur- und völkerverbindend Sport ist. Und auch Fußballvereine wie der SK Bischofshofen, der Lieferinger SV oder  FC Hallein leisten in ihrer täglichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wichtige Integrationsarbeit und überwinden dabei Sprachbarrieren und Kulturunterschiede. Ich danke allen Sportfunktionärinnen und Sportfunktionären für die Arbeit mit dem Fußballnachwuchs, egal welchen Migrationshintergrund die Mädchen und Burschen haben. Ich werde mich weiterhin für nationenverbindende Aktionen und Veranstaltungen einsetzen – Antisemitismus und Rassismus haben auch im Sport absolut nichts verloren!